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Wissenswertes

Prof. Gerstmayr

Prof. Hans Gerstmayr
Prof. Hans Gerstmayr Hans Gerstmayr wurde am 14. April 1882 in Rubring an der Enns als Sohn eines Kleinlandwirtes und Maurerpoliers geboren. Sein Religionslehrer erkannte die Begabung des Bauernkindes und verschaffte ihm bei den Kalasantinern in Wien einen Platz im Stift.

Ein großer Künstler
Prof. Hans Gerstmayr
Hans Gerstmayr wurde am 14. April 1882 in Rubring an der Enns als Sohn eines Kleinlandwirtes und Maurerpoliers geboren. Sein Religionslehrer erkannte die Begabung des Bauernkindes und verschaffte ihm bei den Kalasantinern in Wien einen Platz im Stift.
Hier lernte er bei Josef Stepan gravieren und Stempel schneiden. Medaillenkünstler wie Marshall, Cizek, Hofer und Prof. Schwarz hoben ihn durch ihren Unterricht über das normale Können des Berufes zum Künstler. Gleich drei erste Preise brachten seine Arbeiten, die er 1899 und 1900 der Fachschule für Graveure und der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer bei Wettbewerben einreichte. Bis zum Jahre 1914 arbeitete er als Graveur in Wien. In diesen Arbeitsjahren fertigte er Stahlschnitte, Schmuckstücke und kunstvolle Gebrauchsstücke, die ihm Weltruf einbrachten.
In den Jahren 1914 bis 1920 stand er an der Seite des schon bekannten Künstlers Michael Blümelhuber beim Aufbau der Meisterschule für Eisenbearbeitung. Von 1920 bis zu seiner Pensionierung 1949 leitete er die Graveurabteilung der Fachschule für Eisen- und Stahlbearbeitung in Steyr. Nicht nur, dass er beim Neubau dieser Bildungsstätte seine künstlerischen Kräfte einsetzte, seine Lebensjahre waren seither erfüllt mit künstlerischen Arbeiten wie Stahlschnitten (Schwur-Abtkreuze, Prägestempel, Medaillen), ungezählte Metalltreibarbeiten, sei es als Bilder oder als Tafeln für Denkmäler. Zahlreiche Grabkreuze aus Schmiedeeisen verdanken ihm nicht nur den Entwurf, sondern tragen meist eigenhändige Treibarbeiten in Kupfer.
Die Gemeinde Mauthausen ehrte Prof. Gerstmayr mit der Verleihung des Ehrenringes und ernannte ihn 1972 zum Ehrenbürger.
Die Ausstellung im Jahr 1985 "Steyrer Stahlschnittschule Blümelhuber- Gerstmayr" war eine Würdigung des Gesamtkunstwerkes beider Künstler und Gerstmayr durfte sie 103-jährig zur großen Freude seiner Familie miterleben. 1987 starb Professor Hans Gerstmayr im Alter von 105 Jahren.
Ein Teil des Heimatmuseums ist diesem großen Mauthausener Künstler gewidmet. Verschiedene Schmuckstücke, Entwürfe, sowie Arbeitsgeräte halten die Erinnerung an den Meister wach.

Leopold Wandl

Unser großer Mundartdichter
Unser großer Mundartdichter Leopold Wandl wurde am 18. Juli 1923 als Sohn eines Steinarbeiters in Mauthausen geboren und verbrachte hier auch seine Kinder- und Schulzeit.

Unser großer Mundartdichter
Leopold Wandl
wurde am 18. Juli 1923 als Sohn eines Steinarbeiters in Mauthausen geboren und verbrachte hier auch seine Kinder- und Schulzeit.
Mit 18 Jahren wurde er zur deutschen Wehrmacht einberufen und kehrte schließlich 1945, nach einem Einsatz an der russischen Front, wieder nach Oberösterreich zurück. In den entbehrungsreichen Zeiten der Nachkriegszeit übte Leopold Wandl zunächst 15 Jahre lang verschiedene Berufe aus, u.a. Schichtarbeiter, Landwirt, Gendarm, Gemeindesekretär und Gastwirt. Ab 1960 war er bis zu seiner Pensionierung Versicherungsangestellter und freischaffender Journalist bei diversen Zeitungen.
Am 10. Juni 2009 verstarb Leopold Wandl im Alter von 86 Jahren in Linz.
Der Durchbruch als Autor gelang ihm Anfang der 1960-er Jahre.
Sein künstlerisches Schaffen ist vorwiegend von Gedichten in oberösterreichischer Mundart geprägt. Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Kurzgeschichten und Werke in Schriftssprache.
Einer breiten Öffentlichkeit wurde er mit der Zeitungskolumne „A weng gschmalzn“ in einer österreichischen Tageszeitung bekannt.
Mit seinen 27 veröffentlichten Büchern hat Prof. Leopold Wandl viele Menschen zum Lachen, zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht.
Die vielen Auszeichnungen die ihm zuteil wurden, belegen eindrucksvoll seine große Bedeutung als oberösterreichischer Mundartdichter.
Leopold Wandl war begeisterter Mühlviertler, seinen Heimatort Mauthausen hat er aber besonders geliebt. Das erhaltene Ehrenzeichen der Marktgemeinde Mauthausen in Silber und Gold, sowie eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus zeigen die große Wertschätzung, die ihm hier entgegengebracht wurde und wird.
Im Heimatmuseum sind eine Holzbüste, diverse Ehrungsurkunden sowie ein Teil des literarischen Nachlasses von Prof. Leopold Wandl ausgestellt.

Kleines Schustermuseum

Ignaz-Johann Tischberger
Ignaz-Johann Tischberger Das einzigartige Kleinstmuseum wurde nach einer Idee von Ignaz-Johann Tischberger im Gedenken an den "Schuster zu Mauthausen", Herrn Josef Sixtl errichtet.

Das einzigartige Kleinstmuseum wurde nach einer Idee von Ignaz-Johann Tischberger im Gedenken an den "Schuster zu Mauthausen", Herrn Josef Sixtl errichtet.
Auf wenigen Quadratmetern informiert das Privatmuseum, das in einem kleinen Blockhäuschen untergebracht ist, über das Leben, Schaffen und Wirken des Schusters Josef Sixtl.
Die Ausstellung reicht vom Original-Schuhmacherwerkzeug über den seinerzeitigen Gewerbeschein, der unter abenteuerlichen Bedingungen bei der Behörde aufgetrieben werden konnte, zu Fotos und Videos über das Schuhmacherhandwerk.
Das alles und noch einiges mehr präsentiert sich beim Rundgang im kleinen Raum dem staunenden Besucher.
Da das Schusterhandwerk immer mehr von der Schuhindustrie verdrängt wurde, musste auch Schuhmachermeister Josef Sixtl schließlich eine andere Tätigkeit aufnehmen. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete er in der VOEST-Linz als Botengänger.
In seiner alten, baufälligen Holzhütte reparierte er aber weiterhin für Leute aus Mauthausen und Umgebung defekte Schuhe. Dabei war sein Arbeits- und Materialeinsatz oft höher als die Bezahlung, die er dafür erhielt.
„Mit diesem privaten Museumsprojekt wird somit auch die soziale Einstellung des Schuhmachermeisters Josef Sixtl hervorgehoben und gewürdigt", bekräftigt der Gründer Tischberger sein uneigennütziges Wirken.
Er möchte mit diesem Museum auch aufzeigen, dass viele Menschen oft große soziale Leistungen erbringen, dafür aber nur selten Dank oder gebührende Ehrung erhalten.
Besichtigung nach Voranmeldung:
Brigitte Sixtl
Vormarktstraße 61
4310 Mauthausen
07238 4358
Eintritt frei!

Fahne der Schiffleute

Die Schifffahrt war in Mauthausen bedeutend.
Die Schifffahrt war in Mauthausen bedeutend. Die restaurierte Fahne der Mauthausener Schiffleut aus dem Jahr 1780 ist seit 2012 wieder im Heimatmuseum Schloss Pragstein zu bewundern.

Die Schifffahrt war in Mauthausen der früheren Jahrhunderte ein bedeutender Wirtschaftszweig.
Die Chronik belegt, dass 1787 die Bürger von 34 Häusern als Schiffmänner oder Schiffknechte, und weitere zwei Bürger als Schiffmeister tätig waren. 1826 nennt die Statistik gar die Bürger von 68 Häusern als Schiffsleute.
So wie die Schiffsleut aus Stadl-Paura, Steyr und Enns hatten auch die Mauthausener eine eigene Schiffer-Zunftfahne.
Die Fahne war aber bereits in einem sehr schlechten zerknitterten Zustand mit Malschichtverlusten und späteren Übermalungen. Das Bundesdenkmalamt drängte auf Restaurierung dieses wertvollen Zunftzeichens.
Dank einer großzügigen Unterstützung der Mauthausener Goldhaubengruppe und einer teilweisen Kostenübernahme durch das Bundesdenkmalamt konnte eine Restaurierung in Auftrag gegeben werden.
Der akad. Restaurator Mag. Andreas Hofinger hat diese Arbeit an den Bildern beider Fahnenseiten fachkundig und meisterhaft ausgeführt.

Ritterhelm

Nach genau 67 Jahren wurde ein wertvoller Mittelalter-Ritterhelm aus den USA dem Heimat- und Museumsverein Mauthausen zurückgegeben. Foto: Ernecker

Er kam zurück ...
Nach genau 67 Jahren wurde ein wertvoller Mittelalter-Ritterhelm aus den USA dem Heimat- und Museumsverein Mauthausen zurückgegeben.
Die Geschichte dazu:
Es war in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges:
Amerikanische Soldaten befreiten das Konzentrationslager Mauthausen, unter ihnen der Militärarzt Dr. George Maxwell. George Maxwell war Chirurg im 131. EVAC-Krankenhaus, das unter George S. Patton’s 3.Armee bis zum Kriegsende im KZ Mauthausen im Einsatz war.
Als sich Maxwell in Mauthausen auf die Suche nach Lebensmitteln für die im KZ inhaftierten Menschen machte, fiel ihm - laut seinen eigenen Angaben - im örtlichen Museum ein wertvoller Ritterhelm auf. Sicherheitshalber nahm er ihn mit und in den darauffolgenden Jahrzehnten geriet der Helm in Vergessenheit.
Den mittlerweile 95-Jährigen drückte dann aber offenbar doch das Gewissen und die Rückgabe dieses ungewöhnlichen "Souvenirs" wurde ihm zum Anliegen. So bat er seine Tochter Mary Tully mit der Gemeinde Mauthausen diesbezüglich Kontakt aufzunehmen. Im Jahr 2012 sandte er schließlich diesen wertvollen Helm per Postpaket zurück an das Heimatmuseum Mauthausen.
Laut Gutachten handelt es sich bei diesem metallenen Kopfschutz um einen Mantelhelm aus Deutschland aus der Zeit um 1600.

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